GBE

Die GBE ist seit 1989 in der Rechtsform der (gemeinnützigen) GmbH als Tochtergesellschaft der Stadt Pforzheim in der Beschäftigung, Qualifizierung und Vermittlung von benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen tätig. Die Hauptzielgruppe der GBE und der sich daraus ergebenden Maßnahmen und Projekte sind Menschen zwischen 17 und 62 Jahren, denen auf Grund von Vermittlungshemmnissen (vorübergehend) der Zugang zum 1. Arbeitsmarkt verwehrt ist. Dazu kommen Jugendliche im Bereich Übergang Schule – Ausbildung – Beruf, Beschäftigte in Übergangssituationen und Multiplikator*innen.

Bei NIFA ist die GBE in Pforzheim vor allem für die individuelle Berufsorientierung, die Erfassung und Erprobung von mitgebrachten Kompetenzen der Projektteilnehmenden, inkl. der Unterstützung im Anerkennungsverfahren, wie auch die Unterstützung im Bewerbungsprozess, z.B. durch individuelle Bewerbungstrainings verantwortlich. Im Anschluss geht es um die Unterstützung bei der Vermittlung in Praktika, Ausbildung und Arbeit. Neben der Arbeit mit und für die Geflüchteten übernimmt die GBE daher auch die Aufgabe der Multiplikator*innenarbeit und Vernetzung, insbesondere mit Betrieben, der Hochschule Pforzheim und anderen Arbeitgebendenvertreter*innen bzw. Wohlfahrtsorganisationen.

Im Verlängerungszeitraum ab Juli 2020 ist die GBE in Pforzheim zusätzlich u.a. auch für das Empowerment von Geflüchteten hinsichtlich deren Aufenthaltsverfestigung wie auch die Entwicklung von Angeboten für Verantwortliche in Betrieben und Unternehmen verantwortlich und entwickelt hier aktuell bedarfsorientierte Beratungs- und Unterstützungsangebote gemeinsam mit anderen NIFA-Teilprojektpartner*innen.

Zielgruppen:

  • Personen mit Aufenthaltsgestattung mit Zugang zum Arbeitsmarkt
  • Personen mit Duldung mit Zugang zum Arbeitsmarkt
  • Personen mit Aufenthaltserlaubnis
  • Arbeitgebende und Arbeitsmarktakteur*innen

Aktivitäten und Angebote bei NIFA:

  • Ganzheitliche, kultur- und gendersensible Beratung zu beruflichen und schulischen Möglichkeiten unter Einbezug von individuellen Gegebenheiten (sozial-, aufenthalts- und arbeitsrechtlich, persönlich, familiär, gesundheitlich)
  • Kompetenzfeststellungs- und Matchingverfahren als Grundlage für Qualifikationen und Vermittlung
  • Vermittlung in (berufsbezogene) Sprachförderung und in Bildungsangebote
  • Unterstützung zur Anerkennung von ausländischen Zeugnissen und Qualifikationen in Kooperation mit dem IQ-Netzwerk
  • Individuelle Berufsorientierung und -vorbereitung
  • Bewerbungstraining und berufsbezogene Qualifizierungsmaßnahmen
  • Vermittlung zu Angeboten der anderen Teilprojekte und strategischen Partner*innen zur Schaffung individueller Integrationsketten
  • Akquise, Unterstützung und passgenaue Vermittlung in Praktika, Ausbildung, Arbeit und schulische Bildung sowie Begleitung im Anschluss an Vermittlung
  • Strukturelle Aufgaben zur Verbesserung der arbeitsmarktlichen Integration Geflüchteter, u.a. operative und strategische Vernetzung sowie Entwicklung und Verstetigung von Qualitätsstandards in der arbeitsmarktlichen Unterstützung und Integration von Geflüchteten durch:
      • Kooperationen mit Arbeitsmarktakteur*innen, wie Agentur für Arbeit, Wirtschaftskammern, Betrieben, (Berufs- oder Hoch-)Schulen und mit den freien Trägern vor Ort (z.B. Flüchtlingsberatung, Migrationsberatung, Familienzentren etc.)
      • Sensibilisierung von und Fachberatung für Arbeitgeber*innen und Arbeitsmarktakteur*innen
      • Mitarbeit in der AG „Arbeitgeberangebote / Nachhaltigkeit“ zum Erfahrungsaustausch sowie der Entwicklung und Erprobung entsprechender Good-Practices für Verantwortliche in Betrieben und Unternehmen auf lokaler Ebene
      • Mitarbeit in der AG „Empowerment der Zielgruppe“ zum Erfahrungsaustausch sowie der Entwicklung und Erprobung entsprechender Good-Practices
      • Im ursprünglichen NIFA-Projektzeitraum bis 30.06.2019: Mitarbeit in der NIFA-Arbeitsgruppe „Kompetenzfeststellungsverfahren“ und hierbei Entwicklung und Erprobung eines Best-Practice-Konzepts zu den Themen „Kompetenzfeststellungs- und Matchingverfahren“ und „Stellenvermittlungsservice“

Spezifische Schwerpunkte:

  • Nachhaltigkeit der Vermittlung in Arbeit/Ausbildung wie Verhinderung von Abbrüchen
  • Lokale Informations- und Beratungsangebote für Arbeitgeber*innen und Arbeitsmarktakteur*innen
  • Empowerment und Aufenthaltsverfestigung, insb. von Geduldeten