NIFA schult Geflüchtete zu Bleiberechtsoptionen – Empowerment für selbstbestimmte Entscheidungen

Das Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit (NIFA)möchte geflüchtete Menschen darin unterstützen, selbstbestimmt aufenthaltsrechtliche Entscheidungen zu treffen. Sie sollen befähigt werden, für die eigenen Rechte und für die ihrer Mitbürger*innen einzutreten.

Seit Frühjahr 2020 werden an den Standorten Stuttgart, Pforzheim, Tübingen und im Hohenlohekreis Schulungen für geflüchtete Menschen durchgeführt. Die Veranstaltungen liefern Informationen über den Ablauf der verschiedenen Aufenthaltsverfahren, oder die Aufnahme einer Beschäftigung in Deutschland. Geflüchtete Menschen mit Aufenthaltserlaubnis erhalten Informationen über die Niederlassungserlaubnis, während Personen mit Duldung sich zu Bleiberechtsoptionen (z.B. § 19 AufenthG für qualifizierte Geduldete oder § 25b AufenthG) informieren können.

Die Schulungen werden zum Teil mit Hilfe erklärender Graphiken und Figuren durchgeführt. Auch kursierende Falschinformationen können die Schulungen aufklären und bestehenden Ängsten und Fragen begegnen. Zahlreiche Personen konnten auf diesem Weg bereits mit Informationen versorgt werden. Das Feedback zu den Schulungen ist durchweg sehr positiv.

Text und Bildkärtchen hängen an einer Tafel um den Ablauf einer Ausbildungsduldung zu erläutern.Pandemiebedingt wurde ab Herbst 2020 ein Großteil der Veranstaltungen online über Zoom durchgeführt. Waren sowohl Teilnehmende als auch Referent*innen anfangs mit der Umstellung herausgefordert, konnten doch alle Beteiligten dazulernen und technische Probleme meistern. Und auch positive Aspekte wurden festgestellt: So bietet dieses Format große Vorteile was Anonymität und Ortsungebundenheit angeht. Im Sommer 2021 konnten auch wieder einige Schulungen in Präsenz durchgeführt werden.

Weitere Schulungen finden im Herbst statt.

21.September 2021 | 17:00 – 20:00
„Wie bekomme ich die deutsche Staatsbürgerschaft?“
Tübingen
6. Oktober 2021 | 17:00 – 20:00
„Ich habe eine Duldung und möchte in Deutschland bleiben.“
Öhringen