NIFA – Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit

Unser Ziel:

Der Schlüssel zur Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft und der Grundstein für ein selbstständiges Leben ist die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung. Doch die aufenthalts- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen sind sehr komplex und erfordern besondere Beratungs- und Unterstützungsangebote sowohl für Geflüchtete als auch für Arbeitgeber*innen und Multiplikator*innen.

Das Projekt „NIFA – Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit“ hat sich daher das Ziel gesetzt, die Beschäftigungsfähigkeit von Geflüchteten mit Arbeitsmarktzugang durch individuelle Maßnahmen zu erhöhen und sie nachhaltig bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie die Zugänge zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt strukturell zu verbessern.

Im ursprünglichen Projektzeitraum 01.07.2015 bis 30.06.2019 wollten wir 1.838 Personen mit Fluchthintergrund, davon 558 Frauen und 644 Jugendliche bis 27 Jahre, bei ihrer Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. Das Ziel war 45% davon erfolgreich in Arbeit, Ausbildung und schulische Bildung zu vermitteln.

Zum Stichtag 30.06.2019 sieht es so aus, dass die geplante Teilnehmendenzahl von 1.838 übertroffen wurde: 1.393 Männer und 530 Frauen wurden bei ihrem individuellen Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt und begleitet. Von den 1.923 Personen haben rund 489 erfolgreich eine Arbeit und 209 eine Ausbildung aufgenommen, weitere 52 holen ihren schulischen Bildungsabschluss nach. Dies entspricht aktuell einer Vermittlungsquote von 39%.

Die Arbeitsmarktintegration ist jedoch ein längerer Prozess und bereits zuvor mussten zahlreiche Schritte unternommen werden: 254 Teilnehmende wurden bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen und 322 bei der Sprachförderung unterstützt. 202 Personen in Praktika, 28 in Einstiegsqualifizierungen und 12 in FSJ/BfD vermittelt. Vieles weitere lässt sich nicht quantifizieren.

Das BMAS hat mittlerweile die Weiterführung von NIFA bewilligt, sodass wir unsere erfolgreiche Arbeit mit der Verlängerung bis Ende 2020 fortsetzen. Hier stehen die Nachhaltigkeit der Integration sowie das Empowerment der Zielgruppe, insb. von Frauen und Geduldeten, im Fokus.

Ab Januar 2020 gehören im Auftrag des BMAS drei weitere Teilprojekte in der Region Hohenlohe-Main-Tauber zu NIFA, da ein anderes IvAF-Netzwerk nicht verlängert. Somit wird die erfolgreiche NIFA-Arbeit ausgeweitet, bereits erfolgte Integrationsarbeit nachhaltig gesichert und Beschäftigungsverhältnisse stabilisiert.

Durch die Aufnahme der weiteren Teilprojekte wird NIFA mit 14 Projektpartner*innen bundesweit das größte IvAF-Netzwerk unter den bestehenden 40 Projektverbünden. Eine besondere Anerkennung der bisherigen Erfolge und eine besondere Verantwortung.